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interview

Chemikant/in

CHEMIE IST LEBEN

Josephine Anastacia Sander | 18 Jahre

3,5 jahre

ø 1175 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Ich mache eine Ausbildung zur Chemikantin. Mein Ausbildungsbetrieb ist Solvay GmbH in Bernburg. Aktuell bin ich im zweiten Lehrjahr.

was lernt man in diesem Beruf?

Der Beruf des Chemikanten ist wirklich abwechslungsreich, genauso wie meine Arbeitsorte. Ich werde im Labor eingesetzt und auch in den großen Produktionsanlagen. Dabei lerne ich, wie man Messwerte richtig aufnimmt, kontrolliert und wie man sicherstellt, dass die Produkte am Ende die gewünschte Qualität haben. Dadurch dass ich viele verschiedene Bereiche im Unternehmen kennenlerne, wird mir auch sehr viel Wissen vermittelt, was mir in der Schule nützlich ist.

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

Schon in der Schule war ich sehr interessiert an naturwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Physik und Chemie, aber auch für Mathematik und Technik. Da ich in Bernburg wohne und schon viele gute Eindrücke von Solvay mitbekommen habe,
habe ich mich für ein Praktikum beworben und mir hat die Arbeit wirklich Spaß gemacht. Das Praktikum hat mir dann geholfen zu sehen, was in diesem Beruf auf mich zukommt. Ich habe mich dann noch weiter über das Unternehmen informiert und wie ich mich für eine Ausbildung bewerben kann.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen? 

Teamfähigkeit steht bei diesem Berufswunsch an erster Stelle, denn alleine kann man keine Produktion leiten. Technisches Interesse und Verständnis sind auch wichtig, genauso wie eine gewisse Genauigkeit, vor allem wenn es um Messwerte und Prozesse geht. Handwerkliches Geschick schadet auch nicht!

Wie hast du deine 
Ausbildungsfirma gefunden? 

Ich habe durch meine Freunde und meinen ehemaligen Lehrern zu Solvay gefunden. Solvay wurde mir mehrfach empfohlen und durch das Praktikum, was ich gemacht habe, wurde ich überzeugt, meine Ausbildung dort zu absolvieren.

Wie lange lernst du? 

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, aber es gibt Möglichkeiten, sie auf drei Jahre zu verkürzen.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben? 

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, mit Neugier und Motivation an die Ausbildung ranzugehen. Wenn man Interesse an Chemie und technischen Abläufen mitbringt, macht die Ausbildung nicht nur mehr Spaß, sondern man lernt auch schneller.
Außerdem sollte man offen für Neues sein und keine Scheu haben, Fragen zu stellen, das hilft enorm beim Einstieg.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen? 

Ich habe vor, meinen Abschluss so gut wie möglich zu beenden und vielleicht schaffe ich es auch früher auslernen. Danach möchte ich erstmal Berufserfahrung sammeln und richtig im Betrieb mit anpacken. Vielleicht ergibt sich dann später die Chance auf eine Weiterbildung oder sogar noch einen Meister draufzusetzen, mal sehen was kommt. Wichtig ist mir, nicht stehen zu bleiben.

Fakten zum Berufsbild

Chemikant/in

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Chemikanten und Chemikantinnen stellen aus organischen und anorganischen Rohstoffen chemische Erzeugnisse wie anorganische Grundchemikalien, Farben und Lacke, Polymere, Wasch- und Reinigungsmittel her. Dazu steuern sie computergestützte Anlagen und Fertigungsstraßen. Sie messen Rohstoffe ab und füllen diese in Behältnisse ein, fahren die Produktionsanlagen an, erhitzen, kühlen oder destillieren die Ausgangsstoffe und überwachen die Fertigungsprozesse.
Während der Herstellung kontrollieren Chemikanten und Chemikantinnen regelmäßig Messwerte und entnehmen Proben, um die Produktqualität zu überprüfen. Sie protokollieren den Fertigungsverlauf und überwachen die Verpackung der fertigen Produkte auf Abfüll- und Verpackungsanlagen. Darüber hinaus sorgen sie auch für den betrieblichen Umweltschutz, z.B. durch die Aufbereitung von Abwässern, und warten und reparieren Produktionsanlagen.

Quelle: BERUFENET (www.arbeitsagentur.de) - Stand: 02.01.2026

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:
  • in Unternehmen der chemischen Industrie
    bei Herstellern von Farben und Lacken

  • in Betrieben der pharmazeutischen Industrie

  • in Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie

arbeitsorte:
  • in Werk- und Produktionshallen

  • in Labors, Reinräumen

  • darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerräumen

Worauf kommt es an?

anforderungen:
  • Geschicklichkeit (z.B. beim Durchführen kleinerer Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Produktionsanlagen oder beim Untersuchen von Proben)

  • Aufmerksamkeit (z.B. beim Beobachten von Anzeigegeräten und Produktionsprozessen)

  • Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. beim Auftreten von Störungen)

  • Technisches Verständnis (z.B. bei Wartungsarbeiten an Produktionsanlagen)

  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einhalten von Sicherheits- und Umweltbestimmungen)

schulfächer:
  • Chemie (z.B. bei der Lagerung von Chemikalien)

  • Physik (z.B. beim Messen von Stoffgrößen)

  • Mathematik (z.B. Bestimmen von Massen- und
    Volumenverhältnissen einzelner Stoffe in Gemischen)

  • Technik (z.B. Überwachen von Produktionsanlagen)

tipp

SURFEN UND INFORMIEREN

Auch im Internet kannst du dich umfassend zum Thema Ausbildung informieren.

Wir nennen dir hier eine Auswahl der wichtigsten Seiten:

 

www.azubis.de – Neben dem Finden von Ausbildungs- und Praktikaangeboten,

kannst du ein kostenloses Bewerber- Profil anlegen und dich von Firmen ganz einfach finden lassen.


www.hallo-beruf.de – Die Lehrstellenbörse der IHK, HWK und Arbeitsagentur Sachsen-Anhalts.

Hier ist eine gezielte Suche nach Ausbildungsplätzen, dualen Studiengängen,

kombinierten Aus- und Weiterbildungen sowie Praktika möglich.

 

www.bibb.de – Hier bekommst du Informationen zu Forschung und Entwicklung, Dienstleistung und Beratung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung.

 

www.zdh.de – Website des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks mit Adressen und Ansprechpartnern der jeweiligen Handwerkskammern sowie Infos zur Ausbildung im Handwerk.

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