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interview

Holzmechaniker/in

Holz trifft Hightech

Domenic Sult | 19 Jahre

3 jahre

ø 1062 € brutto

(im ersten Jahr)

welchen beruf lernst du?

Ich absolviere eine Ausbildung zum Holzmechaniker in der Fachrichtung Möbelfertigung. Jetzt bin ich im ersten Ausbildungsjahr. Mein Ausbildungsunternehmen ist die pino Küchen GmbH & Co. KG in Coswig. Hier werden seit 30 Jahren Küchenmöbel für verschiedene große Möbelhäuser hergestellt.

was lernt man in diesem Beruf?

Im ersten Lehrjahr lernen wir aber zunächst die Grundlagen der Holzbearbeitung ganz klassisch mit Säge und Hobel sowie die Montage von Möbelteilen. Dazu bietet die eigene Lehrwerkstatt bei pino ideale Voraussetzungen. Erst wenn das alles sitzt und man weiß, wie ein Möbel von Grund auf entsteht und wie die einzelnen Arbeitsschritte ablaufen, geht es während der Praxis in die Produktion.

warum hast du dich für diesen beruf entschieden?

Weil ich gern mit Holz arbeite und weil ich das Erlernte später sicher auch für Haus und Garten umsetzen kann.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen? 

Ideal ist es, wenn man schon mal ein paar Werkzeuge in der Hand gehabt hat und weiß, wie man damit umgeht. Wichtige Schulfächer sind Mathematik und Werken bzw. Technik. Räumliches Denken, technisches Zeichen und sauberes Arbeiten sind ebenfalls gefragt. Der Beruf verbindet handwerkliches Geschick mit technischem Verständnis für digitale Fertigungsprozesse.

Wie hast du deine 
Ausbildungsfirma gefunden? 

Ich bin auf die Ausbildungsstelle durch die GfM und die Agentur für Arbeit aufmerksam geworden. Bei der GfM habe ich im Metallbereich gearbeitet und dabei festgestellt, dass Metall nicht so mein Ding ist, sondern eher Holz, das sich leichter bearbeiten lässt und nach Wald duftet.

Wie lange lernst du? 

Die Ausbildung dauert drei Jahre. In der Berufsschule, die sich in meinem Fall in Köthen befindet, bilden die Holzmechaniker eine gemeinsame Klasse mit den Tischlern. Zur Abschlussprüfung müssen wir ein eigenes Möbelstück bearbeiten und montieren.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben? 

Interesse und Neugier mitbringen und in der ersten Phase durchhalten, auch wenn es mal nicht so klappt oder langweilig erscheint. Danach kommen Sachen, die richtig Spaß machen.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen? 

Mein Ziel ist es, nach der Ausbildung von pino übernommen zu werden und in einem Bereich zu arbeiten, der mir gefällt. Momentan wäre die Vormontage mein Favorit.

Fakten zum Berufsbild

Holzmechaniker/in

Lernorte: Betrieb und Berufsschule

Holzmechaniker/innen der Fachrichtung Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen fertigen Tische und Sitzmöbel sowie Regalsysteme und Ladeneinrichtungen aus Holz und Holzwerkstoffen an. Dazu bereiten sie Hölzer vor, verarbeiten Schnitthölzer und Furniere sowie auch Kunststoffe mit computergesteuerten Maschinen oder Anlagen und behandeln die Oberflächen. Die Einzelteile fügen sie z.B. mit Nägeln, Schrauben oder Leim zusammen und bringen u.a. Beschläge und Scharniere an. Sie prüfen die Produkte auf Funktionsfähigkeit, verpacken und lagern sie fachgerecht.

Quelle: BERUFENET (www.arbeitsagentur.de) - Stand: 02.01.2026

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsgsbetriebe:
  • bei Möbelherstellern

  • in Betrieben, in denen Innenausstattungen aus Holz z.B. für Läden hergestellt werden

  • in Raumausstatterbetrieben

arbeitsorte:
  • in Werkhallen

  • darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch in Lagerhallen,Trocknungsräumen oder im Freien

Worauf kommt es an?

anforderungen:
  • Sorgfalt (z.B. Einhalten von Maßen und Toleranzen beim Anfertigen von Holzbauteilen)

  • Handwerkliches Geschick (z.B. beim Zusammenbauen von Holzbauteilen zu Bauelementen bzw. Möbeln, beim Sägen, Hobeln oder Schleifen)

  • Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Erkennen von Oberflächenschäden bzw. Kontrollieren und Steuern von computergesteuerten Anlagen)

  • Technisches Verständnis und Umsicht (z.B. imUmgang mit Holzbearbeitungsmaschinen

schulfächer:
  • Mathematik (z.B. um Materialkosten zu berechnen)

  • Werken/Technik (z.B. um Schablonen sowie Lehren anzufertigen)

tipp

WELCHER BERUF PASST ZU DIR?

Du weißt seit Kindertagen, was du werden möchtest? Klasse! Wenn nicht, ist das auch in Ordnung. Denke darüber nach, was dich interessiert und was du gut kannst. Welche Schulfächer bereiten dir Freude? Was begeistert dich in deiner Freizeit? Vielleicht kannst du dein Hobby zum Beruf machen. Überlege auch, wo deine Stärken und Schwächen liegen. Die Meinungen von Freunden, Familie und Lehrern können dir bei der Selbsteinschätzung helfen. Liegen dir Fremdsprachen oder Zahlen? Arbeitest du lieber allein oder im Team? In den Berufsinformationszentren (BIZ) der Agentur für Arbeit erhältst du Informationen über Ausbildungsberufe und kannst einen Persönlichkeitscheck machen, um herauszufinden, ob deine Stärken zu deinem Wunschberuf passen. Informiere dich auch über Gehalt, Übernahmechancen und berufliche Risiken. Nutze Schnupperpraktika, um herauszufinden, ob die Arbeit deinen Vorstellungen entspricht.

 

Und ganz wichtig: Achte auf einen guten Schulabschluss – er ist entscheidend für deine Berufswahl!

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