3 jahre
ø 971 € brutto
(im ersten Jahr)
welchen beruf
lernst du?
Ich erlerne den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten bei Rechtsanwalt Christoph Wolters in Quedlinburg und befinde mich momentan im dritten und letzten Lehrjahr.
was lernt man
in diesem Beruf?
Als Rechtsanwaltsfachangestellte erlernt man ein breites Spektrum an organisatorischen, rechtlichen und kaufmännischen Fähigkeiten. Dazu gehören unter anderem: das Erstellen von Schriftstücken, das Führen von Telefonaten und die Kommunikation mit Mandanten, Fristen- und Terminverwaltung, Aktenführung, Kostenrechnungen erstellen und Zwangsvollstreckungsaufträge bearbeiten. In der Schule werden die rechtlichen Grundlagen dafür geschaffen.
warum hast du dich für diesen beruf entschieden?
Ich wollte einen Beruf, der abwechslungsreich ist und bei dem ich Menschen helfen kann. Zudem habe ich mich schon immer für Recht interessiert. Meine Mama war mein Vorbild. Sie hat ebenfalls den Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten erlernt.
Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Organisatorische und kommunikative Fähigkeiten sind sehr wichtig. Dazu zählen zum Beispiel gutes Zeitmanagement, strukturierte Arbeitsweise und Einfühlungsvermögen im Umgang mit Mandanten. Außerdem sollte man ein Verständnis für juristische Zusammenhänge mitbringen.
Wie hast du deine
Ausbildungsfirma gefunden?
Ich habe damals online nach Ausbildungsplätzen gesucht und mich bei mehreren Kanzleien beworben. Leider vorerst ohne Erfolg. Später erhielt ich einen Anruf von einer Rechtsanwältin, die mich zwar nicht ausbilden könnte, aber meine Bewerbung an einen guten Kollegen weitergeben wollte. So habe ich meine Kanzlei gefunden.
Wie lange lernst du?
Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre.
Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem
Ausbildungsberuf geben?
Traut euch, Fragen zu stellen – niemand erwartet, dass man alles sofort weiß. Seid offen für neue Aufgaben und nutzt die Berufsschule und Praxisphasen, um so viel wie möglich mitzunehmen. Zeigt Eigeninitiative, das mögen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen gerne.
Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?
Nach meiner Ausbildung möchte ich zunächst Berufserfahrung sammeln und mich anschließend weiterbilden. Vielleicht werde ich sogar irgendwann noch Jura studieren.
Fakten zum Berufsbild
RECHTSANWALTS-
FACHANGESTELLTE/R
Lernorte: Betrieb und Berufsschule
Rechtsanwaltsfachangestellte vereinbaren Besprechungstermine mit Mandanten und führen Akten und Register sowie Termin-, Fristen- und Wiedervorlagekalender. Sie fertigen Schriftsätze an, beispielsweise für Zivil- und Strafprozesse oder Miet- und Arbeitsgerichtsstreitigkeiten.
Zudem berechnen sie Forderungen und bereiten Schriftstücke für Mahnverfahren und Zwangsvollstreckungen vor. Darüber hinaus berechnen sie Gebühren, stellen Rechnungen, überwachen und verbuchen Zahlungseingänge und bearbeiten die Korrespondenz.
Quelle: BERUFENET - Stand: 02.01.2026
Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis werden überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt.
Wo arbeitet man?
Beschäftigungsgsbetriebe:
-
in Rechtsanwaltskanzleien
arbeitsorte:
-
in Büroräumen
-
darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch im Homeoffice bzw. mobil
Worauf kommt es an?
anforderungen:
-
Organisatorische Fähigkeiten und Flexibilität (z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Mandanten)
-
Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)
-
Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. im Kontakt mit Mandanten)
-
Kundenorientierung (z.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten, z.B. bei Vertretungsaufträgen für einen Rechtsstreit)
schulfächer:
-
Wirtschaft/Recht (z.B. beim Informieren von Mandanten über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten)
-
Deutsch (z.B. beim Erstellen von Schriftstücken und Verträgen)
-
Mathematik (z.B. für die Berechnung von Kosten und Zinsen)
-
Englisch (z.B. im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr)
tipp
VORSTELLUNGSGESPRÄCH
Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen? Jetzt gilt es, den ersten Eindruck zu bestätigen. Kleide dich so, dass du dich wohlfühlst; deine Kleidung sollte sauber und knitterfrei sein.
Männer sollten ein unauffälliges Oberhemd unter einem Sakko mit Krawatte tragen und frisch rasiert sein. Frauen sollten auf tiefen Ausschnitt, schulterfreie Oberteile und Minirock verzichten sowie auf grelle Farben und übertriebenes Make-up achten. Saubere Schuhe, gewaschene Haare und gepflegte Fingernägel sind für alle wichtig.
Sei während des gesamten Vorstellungsgespräches höflich. Zur Begrüßung schaust du deinem Gegenüber in die Augen und schüttelst ihm fest die Hand. Setz dich erst hin, wenn du dazu aufgefordert wirst. Während des Gespräches solltest du Augenkontakt halten und gerade und ruhig sitzen. Oft beginnt das Gespräch mit einem Smalltalk, an dem du dich beteiligen solltest – das wirkt sympathisch.
interview
Rechtsanwaltsfachangestellte/r
FRISTEN IM BLICK
Jamie Milena Gabriel | 21 Jahre
